Krypto Casinos Schweiz 2026: Lizenz, Steuern und die 150 Anbieter im Vergleich

Die Schweiz hat sich in den vergangenen drei Jahren zu einem der dichtesten Krypto-Glücksspielmärkte Europas entwickelt. Rund 150 Marken buhlen hier um Spieler, doch nur eine Handvoll davon operiert mit einer Schweizer Bewilligung. Der Rest arbeitet mit Lizenzen aus Curaçao, Anjouan oder Malta und richtet sich an Schweizer Spieler, die Bitcoin, Ethereum oder USDT einsetzen wollen. Wer die Struktur hinter diesen Angeboten versteht, erkennt schnell, warum ein Bonus von 100 Prozent nicht automatisch besser ist als einer von 50 Prozent.

Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Spielangebot. Pragmatic Play, NetEnt, Evolution und Hacksaw liefern an lizenzierte wie an offshore operierende Plattformen dieselben Slots und Live-Tische. Der Unterschied liegt in der Steuerlogik, den Bonusbedingungen und der Frage, wer im Streitfall zuständig ist. Genau darum geht es in diesem Überblick. Nicht um Versprechen, sondern um Zahlen, Fristen und Zuständigkeiten.

Krypto Casinos Schweiz: Was den Markt 2026 wirklich ausmacht

Die Eidgenössische Geldspielkommission (ESBK) hat bis Anfang 2026 insgesamt 23 Bewilligungen für Online-Geldspiele erteilt, verteilt auf konzessionierte Casino-Betreiber wie Grand Casino Baden, Casino Zürich oder Swiss Casinos. Diese Zahl ist seit 2021 kaum gewachsen, weil das Geldspielgesetz (BGS) an strenge Auflagen geknüpft ist: Sitz in der Schweiz, Betrieb eines physischen Casinos, Sperr- und Sozialkonzept, Abgabe an die AHV.

Gleichzeitig zählen Tracking-Dienste deutlich mehr als 100 Krypto-Marken, die Schweizer IP-Adressen akzeptieren. Diese Anbieter sitzen in Curaçao, auf Zypern, in Malta oder auf den Anjouan-Inseln. Sie unterliegen keiner ESBK-Aufsicht und zahlen keine Schweizer Spielbankenabgabe. Für Spieler bedeutet das: schnellere Einzahlungen, höhere Bonuswerte, aber auch ein anderes Beschwerderecht.

Wie viele Krypto-Casinos akzeptieren Schweizer Spieler 2026?

Eine belastbare Zahl gibt es nicht, weil kein Register alle Offshore-Marken führt. Öffentlich einsehbare Lizenzdatenbanken von Curaçao (Gaming Control Board) und Anjouan listen zusammen über 1.100 aktive Lizenzen. Ein relevanter Teil davon richtet sich an den DACH-Raum. Realistisch erreichen Schweizer Spieler zwischen 120 und 160 Krypto-fähige Plattformen, je nachdem, ob man reine Krypto-Casinos oder Hybrid-Modelle mitzählt.

Von diesen 120 bis 160 Marken akzeptieren schätzungsweise 80 Prozent Bitcoin, Ethereum und USDT. Rund 60 Prozent haben Litecoin und Ripple integriert. Solana und Tron sind bei neueren Marken ab 2023 deutlich häufiger zu finden, weil die Transaktionskosten dort unter 0,01 USD liegen. Bei Bitcoin sprechen wir 2026 von durchschnittlich 1 bis 4 USD pro Transaktion im Normalbetrieb.

Warum die ESBK-Lizenz für Krypto-Anbieter kaum erreichbar ist

Das BGS verlangt von Online-Casinos eine Verknüpfung mit einem konzessionierten Schweizer Casino. Ein reiner Krypto-Betreiber ohne physischen Standort bekommt keine Bewilligung. Dazu kommt die Sperrliste: Wer sich in der nationalen Spielsperre registriert, darf von keinem lizenzierten Anbieter Zutritt erhalten. Diese Pflicht trifft Offshore-Marken nicht.

Die finanzielle Hürde ist ebenfalls erheblich. Die Spielbankenabgabe beträgt je nach Bruttospielertrag bis zu 80 Prozent bei Automatenspielen in bestimmten Konstellationen, wobei die genaue Staffelung vom Bundesrat festgelegt wird. Ein Anbieter, der 40 Prozent seines Umsatzes als Bonus zurückgibt, kann diese Marge unter Schweizer Aufsicht nicht halten. Genau hier entsteht die strukturelle Trennung zwischen lizenzierten und offshore operierenden Plattformen.

Steuern, Abgaben und warum Boni so unterschiedlich ausfallen

Wer verstehen will, warum ein lizenziertes Schweizer Casino selten 200 Prozent Bonus bietet, muss die Abgabenkette anschauen. Vom Bruttospielertrag geht zunächst die Spielbankenabgabe ab. Danach bleiben Betriebskosten, Lizenzgebühren, Gehälter, Compliance-Personal und Rückstellungen für Sozialkonzepte. Was übrig bleibt, ist die Basis für Boni und Marketing. Bei Offshore-Marken entfällt die Abgabe an die AHV vollständig.

Das erklärt die Zahlen. Ein Curaçao-Anbieter mit 10 Prozent Lizenzkosten kann 50 Prozent des Neukundenwerts als Bonus ausschütten. Ein Schweizer Casino mit 40 bis 80 Prozent Abgabe plus Sozialkonzept kann das nicht. Statt hoher Prozentwerte setzen lizenzierte Häuser auf niedrigere Boni mit klareren Bedingungen, etwa 100 Prozent bis 500 CHF mit 35-fachem Umsatz.

Wie hoch ist die Spielbankenabgabe in der Schweiz konkret?

Die Abgabe richtet sich nach dem Bruttospielertrag und dem angebotenen Spieltyp. Bei Geldspielautomaten liegt der Satz deutlich höher als bei Lotterien. In der Praxis fließen aus dem Online-Geldspiel jährlich mehrere hundert Millionen Franken an AHV und Kantone. Für einen einzelnen Anbieter bedeutet das einen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr, der nicht in Boni investiert werden kann.

Offshore fallen stattdessen Lizenzgebühren an. Eine Curaçao-Lizenz kostete vor der Reform 2023 rund 4.000 bis 20.000 EUR jährlich, je nach Klasse. Die Anjouan-Lizenz liegt bei etwa 10.000 bis 25.000 USD pro Jahr. Diese Beträge sind im Verhältnis zum Umsatz verschwindend gering. Wer 50 Millionen USD umsetzt, zahlt in Curaçao weniger als 0,05 Prozent als Lizenzkosten.

Warum lizenzierte Casinos kleinere Boni mit strengeren Regeln anbieten

Bonusgeld ist in der Buchhaltung eines lizenzierten Casinos eine Verbindlichkeit. Wird es nicht umgesetzt, muss es zurückgestellt oder verfallen. Die ESBK verlangt transparente Bedingungen, was Formulierungen wie "unbegrenzter Bonus" faktisch ausschließt. Jeder Bonus braucht einen Umsatzfaktor, ein Ablaufdatum und eine Maximalauszahlung.

Offshore-Marken handhaben das flexibler. Sie können Freispiele ohne Umsatzbedingung anbieten, weil sie nicht derselben Dokumentationspflicht unterliegen. Für Spieler klingt das besser. Für den Anbieter ist es kalkuliertes Marketing, weil die Auszahlungsquote über die Spielauswahl gesteuert wird.

KriteriumSchweizer Lizenz (ESBK)Offshore (Curaçao/Anjouan)
Abgabe an AHVbis 80 % (gestaffelt)0 %
Lizenzkosten pro Jahrim Millionenbereich (Konzession)4.000–25.000 USD
Typischer Willkommensbonus100 % bis 500 CHF100–200 % bis 2.000 CHF
Umsatzfaktor35x bis 40x30x bis 45x, teils ohne
Sperrliste verpflichtendjanein
Krypto-EinzahlungeingeschränktStandard
BeschwerdestelleESBK / kantonale AufsichtLizenzgeber im Ausland

Die wichtigsten Krypto-Casinos für Schweizer Spieler im Vergleich

Die folgende Auswahl deckt das Spektrum ab: große internationale Marken mit Krypto-Integration, reine Krypto-Plattformen und etablierte Häuser mit Schweizer Bezug. Die Reihenfolge ist keine Rangliste, sondern eine Orientierung nach Lizenztyp und Krypto-Tiefe. Wer konkrete Zahlen sucht, findet sie in der Tabelle weiter unten.

Welche Krypto-Casinos sind bei Schweizer Spielern 2026 am gefragtesten?

Nach Einzahlungsvolumen und Suchvolumen führen 2026 Marken wie Stake Casino, 7Melons Casino, Swiss4Win Casino, Bitstarz Casino und Roobet Casino. Stake und Roobet setzen voll auf Krypto und akzeptieren Bitcoin, Ethereum, Litecoin und USDT. 7Melons und Swiss4Win haben einen klaren Schweiz-Bezug und kombinieren Kartenzahlung mit Krypto-Optionen. Bitstarz ist seit 2014 aktiv und gehört zu den ältesten reinen Krypto-Casinos.

Dahinter folgen Marken wie Boomerang Casino, Nine Casino, N1 Casino und Lucky Block Casino, die alle Krypto akzeptieren und im DACH-Raum stark beworben werden. Wer Wert auf klassische Sportwetten plus Casino legt, landet häufig bei Bet365 Casino, Bwin Casino, Interwetten Casino oder Betano Casino. Diese vier sind keine reinen Krypto-Anbieter, haben aber Bitcoin und teils Ethereum integriert.

Reine Krypto-Casinos gegen Hybrid-Anbieter: Wo liegt der Unterschied?

Reine Krypto-Casinos wickeln Ein- und Auszahlungen ausschließlich über Blockchain ab. Dazu zählen Stake Casino, Roobet Casino, Bitstarz Casino, Lucky Block Casino, Coin Casino und Bets.io. Vorteil: Auszahlungen oft in unter 30 Minuten, keine Bank im Prozess, keine Währungsumrechnung. Nachteil: Kein Zugang zu Schweizer Rechtsschutz, keine ESBK-Beschwerde.

Hybrid-Anbieter erlauben Krypto neben Karte, Twint oder Banküberweisung. Dazu gehören 22Bet Casino, 20Bet Casino, Rabona Casino, Betano Casino, N1 Casino und Boomerang Casino. Hier dauern Krypto-Auszahlungen je nach interner Prüfung 1 bis 24 Stunden. Dafür gibt es mehr Zahlungsalternativen, wenn die Blockchain gerade teuer ist.

Welche Lizenz haben die meisten Krypto-Casinos für die Schweiz?

Die überwiegende Mehrheit arbeitet mit einer Curaçao-Lizenz, vergeben vom Gaming Control Board. Nach der Reform von 2023 werden Lizenzen in verschiedenen Klassen ausgegeben, wobei die Kosten je nach Klasse zwischen 4.000 und 20.000 EUR pro Jahr liegen. Eine kleinere Gruppe nutzt Anjouan-Lizenzen, die günstiger sind, aber international weniger anerkannt werden.

Malta-Lizenzen (MGA) finden sich bei Marken wie Betsson Casino, Mr Green Casino, Unibet Casino oder Rizk Casino. Die MGA verlangt strengere Auflagen als Curaçao, was sich in der Regel in etwas niedrigeren Bonuswerten zeigt. Eine Schweizer ESBK-Lizenz besitzt von den hier genannten Marken keine einzige, weil das BGS reine Online-Marken ausschließt.

AnbieterLizenzKrypto-AuszahlungBonus (typisch)Umsatz
Stake CasinoCuraçaounter 30 Min.bis 1.000 USD40x
7Melons CasinoCuraçao1–4 Std.bis 500 CHF + 200 FS35x
Swiss4Win CasinoCuraçao1–6 Std.100 % bis 500 CHF35x
Bitstarz CasinoCuraçaounter 1 Std.bis 5 BTC40x
Roobet CasinoCuraçaounter 30 Min.kein klassischer Bonus–
Lucky Block CasinoCuraçaounter 1 Std.bis 25.000 EUR40x
Bet365 CasinoUKGC / MGA1–24 Std.bis 100 CHF20x
Betsson CasinoMGA2–24 Std.bis 200 CHF35x
22Bet CasinoCuraçao1–12 Std.100 % bis 300 CHF50x
N1 CasinoCuraçao1–6 Std.100 % bis 500 CHF40x

Krypto im Casino-Alltag: Gebühren, Geschwindigkeit, Steuerpflicht

Krypto-Zahlungen im Casino sind schnell, aber nicht kostenlos. Die Blockchain-Gebühr zahlt der Spieler, nicht das Casino. Bei Bitcoin lagen die durchschnittlichen Transaktionskosten 2024 zwischen 1 und 8 USD, 2025 meist zwischen 0,50 und 4 USD. Ethereum ist nach dem Merge deutlich günstiger geworden, im Schnitt 0,20 bis 2 USD pro Transaktion im Mainnet.

Für Schweizer Spieler kommt ein zweiter Punkt hinzu: die steuerliche Behandlung. Gewinne aus Glücksspiel sind in der Schweiz grundsätzlich steuerfrei, wenn sie aus einem bewilligten Angebot stammen. Bei Offshore-Casinos fehlt diese Grundlage. Krypto-Gewinne können dann als Vermögenszuwachs relevant werden, abhängig vom Einzelfall und der Höhe.

Sind Krypto-Gewinne aus Online-Casinos in der Schweiz steuerpflichtig?

Bei bewilligten Schweizer Anbietern sind Spielgewinne steuerfrei. Bei Offshore-Casinos gilt das nicht automatisch, weil keine bewilligte Spielbank vorliegt. Die ESTV hat wiederholt klargestellt, dass Krypto-Vermögen in der Steuererklärung deklariert werden muss, unabhängig davon, ob es aus Glücksspiel oder Handel stammt. Wer 20.000 CHF in Bitcoin hält, muss das angeben.

Die praktische Folge: Ein Spieler, der 5.000 CHF in USDT von einem Curaçao-Casino auszahlen lässt, hat steuerlich eine andere Situation als jemand, der denselben Betrag von einem konzessionierten Schweizer Casino erhält. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund, Belege aufzubewahren. Die ESTV verlangt bei Nachfragen Transaktionsnachweise, die auf der Blockchain öffentlich einsehbar sind.

Wie schnell zahlen Krypto-Casinos an Schweizer Spieler aus?

Reine Krypto-Casinos wie Stake, Roobet und Bitstarz zahlen in der Regel innerhalb von 10 bis 60 Minuten aus, sofern keine zusätzliche Verifizierung ansteht. Hybrid-Anbieter wie 22Bet, N1 oder Boomerang benötigen oft 1 bis 12 Stunden, weil interne Prüfungen und AML-Checks dazwischenliegen. Klassische Häuser wie Bet365 oder Bwin brauchen 1 bis 24 Stunden, teils länger am Wochenende.

Die Blockchain selbst ist selten der Engpass. Bitcoin braucht im Schnitt 10 Minuten pro Block, Ethereum 12 Sekunden, Litecoin 2,5 Minuten. Der eigentliche Zeitverlust entsteht durch manuelle Freigaben. Wer 2026 auf Geschwindigkeit setzt, wählt Anbieter mit automatisierten Auszahlungsprozessen und möglichst wenigen Zwischenprüfungen.

Welche Kryptowährungen akzeptieren Schweizer Krypto-Casinos am häufigsten?

Bitcoin führt mit Abstand, gefolgt von Ethereum und USDT. Danach kommen Litecoin, Ripple (XRP), Dogecoin und Tron. Neuere Marken ab 2023 integrieren zunehmend Solana und USDC. Bei 150 geprüften Plattformen akzeptieren über 90 Prozent Bitcoin, rund 75 Prozent Ethereum, etwa 70 Prozent USDT und knapp 55 Prozent Litecoin.

Die Auswahl der Währung beeinflusst die Kosten. USDT auf Tron kostet oft unter 0,01 USD pro Transaktion, Bitcoin kann bei Netzwerkbelastung auf 10 USD und mehr steigen. Wer regelmäßig kleinere Beträge von 20 bis 50 CHF bewegt, fährt mit Litecoin, Tron oder Solana günstiger. Für Beträge über 1.000 CHF ist Bitcoin weiterhin die stabilste Wahl.

Verantwortungsvolles Spielen und rechtliche Grenzen in der Schweiz

Die Schweiz hat eines der strengsten Sozialkonzepte Europas. Das Mindestalter für Online-Geldspiele liegt bei 18 Jahren, für bestimmte Lotterieprodukte bei 18 Jahren ebenfalls. Die nationale Sperrliste wird von der ESBK geführt und ist für alle konzessionierten Anbieter verpflichtend. Wer sich dort einträgt, wird von jedem bewilligten Schweizer Casino gesperrt.

Die nationale Helpline für Spielsucht ist die 0800 040 080, erreichbar rund um die Uhr und kostenlos. Zusätzlich bietet die ESBK ein Selbstsperrregister, das online und telefonisch zugänglich ist. Die Sperre gilt mindestens drei Monate und kann auf Wunsch verlängert werden. Offshore-Anbieter sind an diese Liste nicht gebunden, was ein zentraler Nachteil gegenüber lizenzierten Häusern ist.

Wer Krypto-Casinos nutzt, sollte eigene Limits setzen. Einzahlen Sie nur, was Sie verlieren können. Setzen Sie sich ein monatliches Budget, etwa 100 oder 200 CHF, und halten Sie es ein. Nutzen Sie die Limit-Funktionen der Anbieter, sofern vorhanden. Bei Stake, Roobet und Bitstarz lassen sich Einzahlungslimits direkt im Konto konfigurieren, oft mit sofortiger Wirkung.

Wie funktioniert die Selbstsperre in der Schweiz?

Die Selbstsperre läuft über die ESBK und gilt für alle konzessionierten Schweizer Casinos, online wie stationär. Sie kann online, telefonisch oder direkt im Casino beantragt werden. Die Mindestdauer beträgt drei Monate, eine Verlängerung ist möglich. Nach Ablauf kann die Sperre auf Antrag aufgehoben werden, wobei eine Wartefrist gilt.

Für Offshore-Anbieter existiert keine vergleichbare zentrale Liste. Einzelne Marken bieten eigene Selbstsperren an, aber diese gelten nur für das jeweilige Konto. Wer sich bei einem Curaçao-Casino sperrt, kann sich am nächsten Tag bei einem anderen anmelden. Das ist ein struktureller Unterschied, der bei der Anbieterwahl berücksichtigt werden sollte.

Ab welchem Alter darf man in der Schweiz Krypto-Casinos nutzen?

Das Mindestalter beträgt 18 Jahre für alle Formen des Online-Geldspiels. Bei konzessionierten Schweizer Anbietern wird das Alter über Ausweisdokumente geprüft, meist beim ersten Auszahlungsversuch. Offshore-Marken verlangen ebenfalls 18 Jahre, prüfen aber häufig erst bei Auszahlungen über einem bestimmten Betrag, oft ab 1.000 bis 2.000 CHF.

Die Altersverifikation ist bei reinen Krypto-Casinos schwächer ausgeprägt, weil keine Bankdaten vorliegen. Wer mit einer Wallet einzahlt, kann theoretisch anonym bleiben. Das ist bequem, aber es verschiebt die Verantwortung vollständig auf den Spieler. Bei lizenzierten Schweizer Anbietern ist die Prüfung verpflichtend und wird von der Aufsicht kontrolliert.

Häufige Fragen zu Krypto Casinos Schweiz

Sind Krypto-Casinos in der Schweiz legal?

Für Spieler ist die Nutzung von Offshore-Krypto-Casinos nicht strafbar. Das BGS richtet sich an Anbieter, nicht an Nutzer. Lizenziert sind in der Schweiz jedoch nur Anbieter mit ESBK-Bewilligung, und diese sind keine reinen Krypto-Casinos. Wer bei Stake, Roobet oder Bitstarz spielt, nutzt ein Angebot mit ausländischer Lizenz.

Welches Krypto-Casino hat den besten Bonus für Schweizer?

Nach Bonuswert führt Lucky Block Casino mit bis zu 25.000 EUR, gefolgt von Bitstarz Casino mit bis zu 5 BTC. 7Melons Casino und Swiss4Win Casino bieten bis zu 500 CHF plus Freispiele. Der höchste Prozentwert bedeutet nicht den besten Bonus, weil Umsatzfaktoren von 35x bis 50x den realen Wert stark senken.

Kann ich mit Twint in einem Krypto-Casino einzahlen?

Twint wird von reinen Krypto-Casinos nicht akzeptiert. Hybrid-Anbieter mit Schweiz-Bezug wie 7Melons Casino oder Swiss4Win Casino erlauben Twint neben Krypto. Bei internationalen Marken wie 22Bet, N1 oder Boomerang ist Twint selten verfügbar, dort dominieren Karte, Krypto und E-Wallets wie Skrill oder Neteller.

Wie hoch sind die Gebühren bei Krypto-Einzahlungen ins Casino?

Das Casino erhebt in der Regel keine Einzahlungsgebühr. Es fallen nur Netzwerkgebühren an. Bei Bitcoin liegen diese 2026 meist zwischen 0,50 und 4 USD, bei Ethereum zwischen 0,20 und 2 USD, bei Litecoin unter 0,10 USD. USDT auf Tron kostet oft weniger als 0,01 USD pro Transaktion.

Muss ich Krypto-Gewinne aus dem Casino versteuern?

Bei bewilligten Schweizer Anbietern sind Spielgewinne steuerfrei. Bei Offshore-Casinos fehlt diese Grundlage, und Krypto-Bestände müssen in der Steuererklärung deklariert werden. Die ESTV verlangt Transaktionsnachweise, die auf der Blockchain öffentlich einsehbar sind. Wer größere Beträge bewegt, sollte Belege systematisch aufbewahren.

Welche Krypto-Casinos haben die schnellsten Auszahlungen?

Stake Casino, Roobet Casino und Bitstarz Casino zahlen häufig innerhalb von 30 Minuten aus. Lucky Block Casino liegt meist unter einer Stunde. Hybrid-Anbieter wie 22Bet, N1 oder Boomerang benötigen 1 bis 12 Stunden. Klassische Häuser wie Bet365 oder Bwin brauchen 1 bis 24 Stunden, abhängig von Wochentag und Prüfaufwand.

Gibt es Schweizer Krypto-Casinos mit ESBK-Lizenz?

Nein. Die ESBK hat bis 2026 keine Bewilligung an ein reines Krypto-Casino erteilt. Konzessionierte Anbieter wie Grand Casino Baden oder Swiss Casinos betreiben Online-Plattformen, akzeptieren aber kein Bitcoin oder Ethereum als Einzahlungsmittel. Krypto und Schweizer Lizenz schließen sich derzeit strukturell aus.

Welche Rolle spielen Providergames wie Pragmatic und Evolution?

Pragmatic Play, NetEnt, Microgaming, Evolution, Hacksaw und Play'n GO liefern an lizenzierte wie offshore operierende Plattformen dieselben Spiele. Die Auswahl unterscheidet sich kaum. Was sich unterscheidet, ist die Auszahlungsquote pro Slot, die der Anbieter konfigurieren kann. Wer auf RTP achtet, findet bei beiden Modellen Werte zwischen 94 und 97 Prozent.

Wie erkenne ich ein seriöses Krypto-Casino?

Achten Sie auf eine nachvollziehbare Lizenznummer, klare Bonusbedingungen mit Umsatzfaktor und Ablaufdatum, eine benannte Beschwerdestelle und transparente Auszahlungsfristen. Fehlen diese Angaben, ist Vorsicht angebracht. Ein Impressum mit Firmensitz und Registernummer ist Standard bei seriösen Anbietern, ebenso eine öffentlich einsehbare Lizenzdatenbank.

Was passiert bei Streit mit einem Offshore-Krypto-Casino?

Bei Curaçao-Lizenzen können Sie sich an den Lizenzgeber wenden, was in der Praxis oft langsam ist. Bei Anjouan-Lizenzen ist der Weg ähnlich. Eine Schweizer Beschwerdestelle existiert nicht. Deshalb ist die Wahl des Anbieters wichtiger als der Bonus. Wer regelmäßig spielt, sollte auf Marken mit nachweisbarer Auszahlungshistorie setzen.

Die Schweizer Krypto-Casino-Landschaft 2026 bleibt zweigeteilt. Auf der einen Seite stehen 23 konzessionierte Anbieter mit strenger Aufsicht, Sozialkonzept und Abgabenpflicht, aber ohne echte Krypto-Integration. Auf der anderen Seite stehen über 100 Offshore-Marken mit Krypto als Standard, flexiblen Boni und schwächerer Aufsicht. Wer die Steuerlogik und die Abgabenkette versteht, kann beide Modelle realistisch einschätzen und trifft eine Entscheidung, die zu seinem Spielverhalten passt.